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Storytelling made in Hollywood. Nik dreht Artist Profile in L.A.
28.05.2019
von Nik Pichler
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Storytelling made in Hollywood. Nik dreht Artist Profile in L.A.

Wenn du mir vor einiger Zeit gesagt hättest, dass ich nach Los Angeles fliegen würde, um dort mit einem Filmteam aus Hollywood mein Artist-Profile Video zu drehen, hätte ich geantwortet: „Du bist verrückt“! Aber man muss schon mal ein bisschen verrückt sein, um im täglichen Leben etwas zu verändern. Und so wurde aus einer Illusion eine Realität, und ich befand mich Ende Mai am Weg nach Los Angeles, um genau das zu tun. Ich würde ein Video drehen, mit Profis aus Hollywood, um zu lernen, wie man Geschichten richtig erzählt, wie man Storytelling perfektioniert. Und wie könnte ich das besser lernen, als anhand meiner Geschichte, meiner Geschichte als Fotograf. Es war der perfekte Zeitpunkt dafür. Aber erst Mal der Reihe nach.

Ich lernte den Regisseur Eric Stern vor ein paar Wochen in Wien kennen, seine Verlobte ist Wienerin und wir wurden einander für eine Zusammenarbeit empfohlen. Man meinte, dass wir ähnlich ticken würden und wir sollten uns einfach mal kennenlernen. Dieses Kennenlernen mündete gleich in ein sehr offenes und außergewöhnlich interessantes Gespräch. Eric stellte mir die richtigen Fragen und ich erkannte, dass er ein hochtalentierter Storyteller ist. Seit 12 Jahren arbeitet er nun im Hollywood-Filmbusiness und verfügt daher über einen großen Erfahrungsschatz. Entwicklung ist für mich und mein Team essentiell und wir sind in Österreich an unsere Grenzen gestoßen. Somit ergab eines das andere. „Learn from the best.“, wie ein Kunde und Freund von mir zu sagen pflegt. Ab nach Hollywood…

Zu dieser Zeit befand ich mich als künstlerischer Fotograf auch in einer Art Krise. Ich hatte zwar in den letzten Jahren viel fotografiert, jedoch ausschließlich Auftragsarbeiten. Faktum ist, dass ich seit drei Jahren keine unabhängige künstlerische Aussage realisiert habe. Wo ich als Künstler stand, war mir nicht mehr bewusst. Interessieren mich meine Fachgebiete ‘Reflection-Art-Photography‘ bzw. ‘Street-Art-Photography‘ überhaupt noch? Will ich es noch? Kann ich es noch? Habe ich als Künstler überhaupt noch etwas zu sagen?

All das wollte ich in diesem Artist-Profile Video klären. Ich sah es als Prozess mit ungewissem Ausgang, auch auf die Gefahr hin zu erkennen, dass meine Zeit als künstlerischer Fotograf vorerst vorbei wäre. Ich wollte als Künstler Klarheit schaffen und genau das war meine Story. So einfach war das, oder doch nicht? Eine Story, die Eric erzählen sollte, dabei wäre ich Akteur und gleichzeitig Beobachter, Hauptdarsteller und Schüler. Eine für mich spannende Reise begann, die mir absolute Offenheit abverlangte, totale Klarheit schuf und mir einzigartiges Wissen vermittelte.

Ich ließ Eric bei diesem spannenden Projekt völlig freie Hand, auch bei der Auswahl seines Teams (Jeff und Orson waren großartig.). Und obwohl ich mein Team und mein Kamerateam Manuel und Julian wirklich vermisst habe, wusste ich aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, einem Kreativen seine Freiheit zu geben, sein Team selbst zu wählen. Wir hatten in Summe zwei Drehtage, eine kurze intensive Zeit stand bevor. Ein Tag war Zeit für ein umfassendes Interview und der zweite war als Shooting/Drehtag in mehreren Stadtteilen von Los Angeles geplant.

Das Interview fand im Freien in einem Haus in den Hollywood Hills statt. Die Skyline von L. A. war die Hintergrundkulisse. Und dieses Interview hatte es wirklich in sich. Ich glaube, ich wurde schon lange nicht mehr fragetechnisch so geröstet. Eric stellte Fragen, die mich überraschten, sehr forderten und auch begeisterten. Ich bekam an diesem Tag Klarheit und Eric bekam mehr als genug Stoff für eine spannende Dokumentation. Um ehrlich zu sein, war ich nach diesem Interview so fertig, dass ich mal zwei Stunden geschlafen hab ;-)

Am zweiten Drehtag fuhren wir auf meinen Wunsch hin in entlegene Teile von Los Angeles, abseits des touristischen Wahnsinns. Auch diese Orte hatte Eric mit Bedacht gewählt. Er und sein Team wollten mich an diesem Tag dabei beobachten, was ich sehe, wie ich entdecke, wie meine Bilder entstehen. Wir starteten früh und fuhren von Location zu Location. Ich war völlig ruhig, eigentlich leer und hatte keine Ahnung was passieren würde. Ein Abenteuer begann und ich vergaß, dass Eric, das Team, die Kameras anwesend waren. Ich nahm meine Kamera, setzte die Kopfhörer auf und ging los.

Release Date: Artist-Profile Video 17. Oktober 2019

 

 

Credits:

Photos by: orson-oblowitz.com

 

Shoes: Hugo Boss

Trouser: 10sei0otto

Shirt: Label_Lebal

Kappe : Mühlbauer

Sonnenbrillen: KBL

Kamera: Nikon

 

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